Nun ist auch schon Freitag

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Ich komme aus der Ewigkeit

Ich komme aus der Ewigkeit.
Frühling war’s,
dann heiße Sommerzeit,
der Herbst bracht’ Frucht
und Blätterfall
und wilder Stürme Widerhall.

Nun ist der kalte Winternebel da,
verhüllt in eins, was fern und nah;
mich deckt das Schneetuch
der Vergessenheit,
so fahr ich wieder in die Ewigkeit.

Hans Thoma (1839-1924)

Wintermorgen 2.0

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Alles still!

Alles still! es tanzt den Reigen
Mondenstrahl in Wald und Flur,
Und darüber thront das Schweigen
Und der Winterhimmel nur.

Alles still! vergeblich lauschet
Man der Krähe heisrem Schrei.
Keiner Fichte Wipfel rauschet,
Und kein Bächlein summt vorbei.

Alles still! die Dorfeshütten
Sind wie Gräber anzusehn,
Die, von Schnee bedeckt, inmitten
Eines weiten Friedhofs stehn.

Alles still! nichts hör ich klopfen
Als mein Herze durch die Nacht –
Heiße Tränen niedertropfen
Auf die kalte Winterpracht.

Theodor Fontane (1819-1898)

Wintermorgen

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Wenn es Winter wird

Der See hat eine Haut bekommen,
so daß man fast drauf gehen kann,
und kommt ein großer Fisch geschwommen,
so stößt er mit der Nase an.

Und nimmst du einen Kieselstein
und wirfst ihn drauf, so macht es klirr
und titscher – titscher – titscher – dirr . . .
Heißa, du lustiger Kieselstein!
Er zwitschert wie ein Vögelein
und tut als wie ein Schwälblein fliegen –
doch endlich bleibt mein Kieselstein
ganz weit, ganz weit auf dem See draußen liegen.

Da kommen die Fische haufenweis
und schaun durch das klare Fenster von Eis
und denken, der Stein wär etwas zum Essen;
doch sosehr sie die Nase ans Eis auch pressen,
das Eis ist zu dick, das Eis ist zu alt,
sie machen sich nur die Nasen kalt.

Aber bald, aber bald
werden wir selbst auf eignen Sohlen
hinausgehn können und den Stein wiederholen
.

Christian Morgenstern (1871-1914)

Noch ein frostiges Morgenbild

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Ihr kennt das ja; wenn Frauchen mit mir und der Uschi loszieht, entsteht nicht nur ein Foto. Und so haben wir auch heute ein Foto für euch vom gestrigen Morgenspaziergang.

Momentan ist es hier ja recht still geworden. Das liegt daran, dass meine Zweibeiner eine ganze Menge zu tun haben. Für mich bleibt dabei aber Hundekeksproduzent sei Dank noch immer ausreichend Zeit. Nur der Rest des Zweibeinerlebens bleibt etwas auf der Strecke.

Schneekönigin Panya

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Bei frostogen Temperaturen, klarer frischer Luft und blauem Himmel sind Frauchen und ich heute Morgen mal wieder mit der Uschi losgezogen. Die fühlt sich momentan wohl etwas vernachlässigt, hat Frauchen doch die Heimwerkerin in sich entdeckt!

Es war herrlich! Wir sind 1,5 Stunden durch „unsere“ Wildnis gestiefelt, es gab viele Leckerlies fürs Stillsitzen und Liebgucken und wir haben die gemeinsame Freizeit sehr genossen!